Ein paar Fotos von unserem Übungsdienst

Wir treffen uns jeden Montag um 18:30 Uhr, um unsere Kenntnisse und Fertigkeiten weiter zu verbessern. Durch diese Aus- und Fortbildungsintensität steht der Erftstädter Bevölkerung jederzeit eine leistungsstarke und schlagkräftige Feuerwehr zur Verfügung.

Diesen Sommer wurde uns ein zum Abriss vorgesehenes Haus als Übungsobjekt von einem privaten Bauträger zur Verfügung gestellt. In solchen Objekten können wir sehr realistische Übungen durchführen und damit die Ausbildungsqualität weiter verbessern. Nachfolgend wollen wir ein paar Bilder aus den Übungen in diesem Haus teilen:

Treffen mit dem THW aus Erlangen

Im Sommer 2022 wurde auch Erftstadt von der katastrophalen Flutwelle getroffen. Es folgte ein mehrwöchiger Einsatz aller Feuerwehreinheiten aus Erftstadt.

In diesem Einsatz haben wir viele tolle Menschen aus ganz verschiedenen Teilen Deutschlands kennen lernen dürfen. Zu diesen Menschen gehören die Kollegen der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des THW Erlangen. Die Kollegen waren mit ihren Großpumpen u.a. zum Abpumpen der Kläranlage in Köttingen eingesetzt. Auf dem „kurzen Dienstweg“ liehen sie der LG Liblar sehr leistungsfähige Pumpem aus, die im Klärwerk nicht genutzt werden konnten. Diese Pumpen konnten wir dann für das Leerpumpen in privaten Kellern einsetzen, was unseren Einsatz erheblich vereinfacht und beschleunigt hat.

Vielen Dank für den schönen gemeinsamen Tag!

Erneuter Sachspendenaufruf für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine dauert nun bereits mahr als zwei Monate an. Weiterhin werden dringend Sachspenden für die ukrainische Bevölkerung benötigt. Deswegen rufen wir erneut zu Sachspenden für die Ukraine auf.

Benötig werden insbesondere:

  • Haltbare Lebensmittel, wie Konserven, Instant-Gerichte, Trockenfrüchte, Fleisch- und Wurstkonserven etc.
  • Hygieneartikel, wie Windeln (für Erwachsene und Kinder), Toilettenpapier, Trockenshampoo, Feuchttücher, Damenhygiene, etc.
  • Material für Notunterkünfte, wie Decken, Schlafsäcke, Isomatten, Feldbetten, (große) Zelte, Besteck und Geschirr (Ein- oder Mehrweg, nicht zerbrechlich) etc.
  • Medizinisches Material, wie Verbandsmittel, Medikamente

Die Spenden sollen idealerweise in stabilen Kartons mit einer gut erkennbaren Beschriftung über dne Inhalt verpackt sein.

Abgabeort ist in der Königsberger-Straße 2 in Erftstadt Liblar immer Mittwochs zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr sowie Freitags von 17:00 bis 19:00 Uhr oder nach gesonderter Vereinbarung über hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de.

Größere Sachspenden können auch abgeholt werden. Bei Bedarf schreiben Sie uns gerne über hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de an.

Über den gemeinnützigen Verein MMS HUMANITAS können für größere Sachspenden auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Hier ein paar Bilder von der letzten Sammlung:

Sachspenden in der Ukraine eingetroffen

Die gesammelten Sachspenden wurden am 12. März für den Transport abgeliefert. Sie sind nach einem fast 50-stündigen Transport an ihren Zielort angekommen. Alle medizinischen Sachspenden wurden nach Winnyzja (ca. 280 km südwestlich von Kiew) geliefert, der Rest wurde in Rumänien für einen Weitertransport nach Charkiv neu sortiert.

Sachspendenaufruf für die Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge

!!!Vielen Dank an alle Unterstützer!!!

Die Aktion lief bis zum 11. März

Bitte vorerst keine weiteren Sachspenden mehr bringen

Die persönlich bekannte Familie Schlickat aus der Eifel führt eigenständig Transporte von dringend benötigten Hilfsgütern an die ukrainische Grenze durch. Angehörige der Löschgruppe Liblar unterstützen diese Aktion, indem Sachspenden aus Erftstadt gesammelt und persönlich zum Transport in die Eifel gebracht werden. Über die Aktion kann auch ein Pressebericht des SWR eingesehen werden, der viele weitere Informationen enthält.

Die Sachspenden werden in ein Vetreilzentrum in Korczowa zur Weiterverteilung verbracht. Zielort der Lieferung ist Lviv (Lemberg). Der Kontakt vor Ort erfolgt über einen deutschen Arzt, der sich dort engagiert.

Familie Schlickat bringt die Spenden persönlich an die polnisch-ukrainische Grenze und nimmt auf dem Rückweg geflüchtete Menschen mit in die Eifel (die weitere Verteilung erfolgt über den Landkreis Bitburg/Prüm)

Uns Erftstädtern wurde in der Flut mit großherzig geholfen. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann benötigte Sachspenden unter hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de ankündigen. Dann kann ein Termin zur Übergabe der Spenden ausgemacht werden.

Hier der aktuelle Aufruf für Sachspenden, um eine Einschätzung darüber zu erhalten, was dringend benötigt wird:

Die Sachspendensammlung findet bis zum Freitagabend statt, damit die gesammelten Gegenstände am Samstag in die Eifel zum Weitertransport verbracht werden können.

Gedenken zum Volkstrauertag

Am heutigen Volkstrauertag wurde wieder den Toten aus den beiden Weltkriegen gedacht. Ortsbürgermeister Axel Erhard sprach einige Worte zum Gedenken. Die LG Liblar nahm mit einer Abordnung an der Gedenkveranstaltung teil.

Anschließend besuchten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung noch das Ehrengrab der Stadt für die im Einsatz verstorbenen Liblarer Feuerwehrleute Friedrich Jauck und Klaus Dieter Zimmer.

Reinigung des Ehrengrabs auf dem Liblarer Friedhof

Im Jahr 1981 sind bei einem Einsatz in der Max-Planck Straße die beiden Liblarer Feuerwehrleute Klaus-Dieter Zimmer und Friedrich Jauck ums Leben gekommen, als sie zur Menschenrettung in eine brennende Produktionshalle vorgegangen sind.

Im Rahmen des heutigen Übungsdienstes haben wir das von der Flut in Mitleidenschaft gezogene Ehrengrab für die im Einsatz verstorbenen Liblarer Feuerwehrleute gereinigt und wieder aufbereitet.

Hauptamt und Ehrenamt

In unseren Einsatzberichten schreiben wir häufig, dass wir „zusammen mit unserer hauptamtlichen Wache“ alarmiert wurden. Was ist das überhaupt? Und hat Erftstadt nicht eigentlich eine Berufsfeuerwehr?
In diesem Beitrag versuchen wir, den Aufbau der Feuerwehr Erftstadt als „Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften“ darzustellen.

Freiwillige oder Berufsfeuerwehr – was für eine Feuerwehr hat Erftstadt eigentlich?

Welche „Arten von Feuerwehren“ es gibt, ist in NRW im Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) definiert. Laut diesem Gesetz wird im Bereich der öffentlichen Feuerwehren zwischen

  • Berufsfeuerwehren
  • Freiwilligen Feuerwehren und
  • Pflichtfeuerwehren

unterschieden. Während z.B. kreisfreie Städte Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren nebeneinander unterhalten, existieren in den kreisgebundenen Städten in der Regel ausschließlich Freiwillige Feuerwehren. Auch die Feuerwehr Erftstadt ist eine Freiwillige Feuerwehr. Das bedeutet, dass die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr auch bereits bei verhältnismäßig kleinen Schadenlagen von ehrenamtlichen Einsatzkräfte abhängig ist. Bei den meisten Feuerwehreinsätzen werden gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ehrenamtliche Feuerwehrleute eingesetzt, die sich in Ihrer Freizeit Aus- und Weiterbilden und neben ihrem Hauptberuf als Feuerwehrleute aktiv sind.

Was ist eine hauptamtliche Wache?

Um die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr zu erhöhen und insb. um die Eintreff- und Ausrückezeiten der Feuerwehrfahrzeuge zu reduzieren, müssen mittlere und große kreisangehörige Städte hauptamtliche Einsatzkräfte einstellen, die gemäß BHKG so wie bei den Berufsfeuerwehren zu Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes zu ernennen sind. Diese Einsatzkräfte halten sich in einer ständig besetzten Feuerwache im 24-Stunden Dienst auf und rücken bei einer Alarmierung unverzüglich aus, während die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zunächst die Wache oder das Gerätehaus aufsuchen müssen.

In Erftstadt werden im Einsatzdienst sechs Feuerwehrfunktionen dauerhaft durch hauptamtliche Einsatzkräfte besetzt. Die Kolleginnen und Kollegen der hauptamtlichen Wache besetzen ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) und die Drehleiter (DLK). Sie sind gemeinsam mit der Löschgruppe Liblar auf der Feuer- und Rettungswache in Liblar untergebracht. Darüber hinaus ist die Freiwillige Feuerwehr Erftstadt auch für den Rettungsdienst zuständig, weshalb neben angestellten Rettungsdienstmitarbeitenden auch Feuerwehrbeamte im Rettungsdienst eingesetzt werden. Da der Rettungsdienst aber ein anderes Tätigkeitsfeld ist, möchten wir dieses Thema nur am Rande erwähnen und uns an dieser Stelle vorrangig mit den Aufgaben der Feuerwehr beschäftigen. Des weiteren sind noch 5 Beamte im gehobenen Dienst bei der hauptamtlichen Wache beschäftigt, die im Tagdienst als Abteilungs- oder Amtsleitung sowie im Einsatzführungsdienst arbeiten.

Die hauptamtlichen Einsatzkräfte arbeiten an der Einsatzstelle mit den gleichzeitig über Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmierten ehrenamtlichen Einsatzkräfte eng zusammen. Dabei gibt es keine Unterschiede in den durchgeführten Tätigkeiten. Alle Feuerwehrleute sind für das gleiche Einsatzspektrum und die gleichen Tätigkeiten ausgebildet, mit der gleichen Ausrüstung auf den Fahrzeugen und mit der gleichen Schutzkleidung ausgestattet. Haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte erledigen an den Einsatzstellen die gleichen Aufgaben und arbeiten als Team eng zusammen. Die hauptamtliche Wache ist in Erftstadt genauso eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr, wie es die anderen in den jeweiligen Ortsteilen untergebrachten ehrenamtlichen Einheiten auch sind.

Einsatzleitung und Leitung der Feuerwehr

Eine Besonderheit bei einer Freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften ist, dass die Leitung der Feuerwehr eine ehrenamtliche Aufgabe ist. Der Stadtrat ernennt ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr nach Anhörung der Mitglieder für einen Zeitraum von sechs Jahren zum Leiter bzw. Leiterin der Feuerwehr. In Erftstadt ist nach der letzten Anhörung der Leiter der hauptamtlichen Wache auch zum Gesamtleiter der Feuerwehr ernannt worden, was aufgrund der fachlichen Nähe und der beruflichen Tätigkeit naheliegend ist. Gleichzeitig ist unser Leiter der Feuerwehr auch ehrenamtlich Mitglied der Löschgruppe Kierdorf und steht damit auch außerhalb seiner Arbeitszeit ehrenamtlich für Einsätze zur Verfügung. Grundsätzlich kann aber auch eine rein ehrenamtliche Einsatzkraft die Gesamtleitung der Feuerwehr übernehmen, was es in Erftstadt in der jüngeren Vergangenheit auch mehrere Jahre gegeben hat.

Auch im Einsatzführungsdienst wird zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften kein Unterschied gemacht. In Erftstadt gibt es eine EVD-Gruppe (Einsatzleiter vom Dienst), die sowohl aus ehrenamtlichen als auch aus hauptamtlichen Führungskräften besteht. Je nach Dienstplan ist also ein ehrenamtliches oder ein hauptamtliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Einsatzleiter vor Ort.

Der Einsatzleiter vom Dienst (EVD) rückt mit einem eigenen Führungsfahrzeug (Kommandowagen [KDOW]) an die Einsatzstelle aus und übernimmt vor Ort die Gesamteinsatzleitung. In dieser Funktion werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliche Feuerwehrleute eingesetzt.

Bis zum Eintreffen des EVD agiert der ersteintreffende Gruppenführer als Einsatzleiter – auch hier ist es unerheblich, ob haupt- oder ehrenamtlich – es geht aufgrund des Erkundungsvorsprungs allein um die Frage des ersten Eintreffens.

Fazit

Die Stadt Erftstadt verfügt über keine Berufsfeuerwehr, sondern eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Einsatzkräften. Sie besteht aus insgesamt 14 gleichberechtigen Einheiten – 13 ehrenamtlichen Löschgruppen und einer hauptamtlichen Wache – die im Einsatz Hand in Hand zusammenarbeiten.

Durch diese Struktur können schnelle Ausrückezeiten gewährleistet und gleichzeitig hohe Personalkosten vermieden werden. Dies ist ideal für Städte, in denen es nicht täglich zu größeren Einsätzen kommt. Da sich die Einsatzkräfte kennen und an den Einsatzstellen entsprechend effektiv zusammenarbeiten, wird mit dieser Taktik eine hervorragende Leistungsstärke in kürzester Zeit an die Einsatzstellen verbracht und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt somit ein hohes Sicherheitsniveau im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr garantiert.

Damit dies funktioniert, ist die Feuerwehr Erftstadt aber auch langfristig auf ehrenamtliche Kräfte zwingend angewiesen. Bei bis zu 120 Alarmierungen pro Jahr in einigen Einheiten wird deutlich, dass Erftstadt dringend auf Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist, die sich bei der Feuerwehr engagieren. Mitmachen ist in jeder Löschgruppe möglich – sprechen Sie uns gerne an, wir stellen den Kontakt her.

Maschinistenausbildung an der Erft

Da die Inzidenzen im Rhein-Erft-Kreis niedrig sind, können unter Berücksichtigung der Hygieneanforderungen wieder praktische Übungsdienste durchgeführt werden. Am Montag haben wir uns intensiv mit unseren Pumpen auseinander gesetzt und die Bedienung sowie die Einsatzgrenzen besprochen und praktisch umgesetzt.