Brand zwischen zwei Bungalows in Erp

Einsatz: 25/2022
Stichwort: Gebäude
Datum: 12.06.2022
Uhrzeit: 01:47 Uhr

Mitten in der Nacht kam es zu einem Brand in Erp, zu dem neben vielen weiteren Einheiten auch die LG Liblar alarmiert wurde.

Weitere Informationen können dem Artikel des Kölner Stadtanzeigers entnommen werden.

Fotos von der Einsatzstelle vom Kölner Stadtanzeiger

Erneuter Sachspendenaufruf für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine dauert nun bereits mahr als zwei Monate an. Weiterhin werden dringend Sachspenden für die ukrainische Bevölkerung benötigt. Deswegen rufen wir erneut zu Sachspenden für die Ukraine auf.

Benötig werden insbesondere:

  • Haltbare Lebensmittel, wie Konserven, Instant-Gerichte, Trockenfrüchte, Fleisch- und Wurstkonserven etc.
  • Hygieneartikel, wie Windeln (für Erwachsene und Kinder), Toilettenpapier, Trockenshampoo, Feuchttücher, Damenhygiene, etc.
  • Material für Notunterkünfte, wie Decken, Schlafsäcke, Isomatten, Feldbetten, (große) Zelte, Besteck und Geschirr (Ein- oder Mehrweg, nicht zerbrechlich) etc.
  • Medizinisches Material, wie Verbandsmittel, Medikamente

Die Spenden sollen idealerweise in stabilen Kartons mit einer gut erkennbaren Beschriftung über dne Inhalt verpackt sein.

Abgabeort ist in der Königsberger-Straße 2 in Erftstadt Liblar immer Mittwochs zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr sowie Freitags von 17:00 bis 19:00 Uhr oder nach gesonderter Vereinbarung über hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de.

Größere Sachspenden können auch abgeholt werden. Bei Bedarf schreiben Sie uns gerne über hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de an.

Über den gemeinnützigen Verein MMS HUMANITAS können für größere Sachspenden auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Hier ein paar Bilder von der letzten Sammlung:

Sachspenden in der Ukraine eingetroffen

Die gesammelten Sachspenden wurden am 12. März für den Transport abgeliefert. Sie sind nach einem fast 50-stündigen Transport an ihren Zielort angekommen. Alle medizinischen Sachspenden wurden nach Winnyzja (ca. 280 km südwestlich von Kiew) geliefert, der Rest wurde in Rumänien für einen Weitertransport nach Charkiv neu sortiert.

Sachspendenaufruf für die Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge

!!!Vielen Dank an alle Unterstützer!!!

Die Aktion lief bis zum 11. März

Bitte vorerst keine weiteren Sachspenden mehr bringen

Die persönlich bekannte Familie Schlickat aus der Eifel führt eigenständig Transporte von dringend benötigten Hilfsgütern an die ukrainische Grenze durch. Angehörige der Löschgruppe Liblar unterstützen diese Aktion, indem Sachspenden aus Erftstadt gesammelt und persönlich zum Transport in die Eifel gebracht werden. Über die Aktion kann auch ein Pressebericht des SWR eingesehen werden, der viele weitere Informationen enthält.

Die Sachspenden werden in ein Vetreilzentrum in Korczowa zur Weiterverteilung verbracht. Zielort der Lieferung ist Lviv (Lemberg). Der Kontakt vor Ort erfolgt über einen deutschen Arzt, der sich dort engagiert.

Familie Schlickat bringt die Spenden persönlich an die polnisch-ukrainische Grenze und nimmt auf dem Rückweg geflüchtete Menschen mit in die Eifel (die weitere Verteilung erfolgt über den Landkreis Bitburg/Prüm)

Uns Erftstädtern wurde in der Flut mit großherzig geholfen. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann benötigte Sachspenden unter hilfe-ukraine@feuerwehr-liblar.de ankündigen. Dann kann ein Termin zur Übergabe der Spenden ausgemacht werden.

Hier der aktuelle Aufruf für Sachspenden, um eine Einschätzung darüber zu erhalten, was dringend benötigt wird:

Die Sachspendensammlung findet bis zum Freitagabend statt, damit die gesammelten Gegenstände am Samstag in die Eifel zum Weitertransport verbracht werden können.

Gedenken zum Volkstrauertag

Am heutigen Volkstrauertag wurde wieder den Toten aus den beiden Weltkriegen gedacht. Ortsbürgermeister Axel Erhard sprach einige Worte zum Gedenken. Die LG Liblar nahm mit einer Abordnung an der Gedenkveranstaltung teil.

Anschließend besuchten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung noch das Ehrengrab der Stadt für die im Einsatz verstorbenen Liblarer Feuerwehrleute Friedrich Jauck und Klaus Dieter Zimmer.

Reinigung des Ehrengrabs auf dem Liblarer Friedhof

Im Jahr 1981 sind bei einem Einsatz in der Max-Planck Straße die beiden Liblarer Feuerwehrleute Klaus-Dieter Zimmer und Friedrich Jauck ums Leben gekommen, als sie zur Menschenrettung in eine brennende Produktionshalle vorgegangen sind.

Im Rahmen des heutigen Übungsdienstes haben wir das von der Flut in Mitleidenschaft gezogene Ehrengrab für die im Einsatz verstorbenen Liblarer Feuerwehrleute gereinigt und wieder aufbereitet.

Hauptamt und Ehrenamt

In unseren Einsatzberichten schreiben wir häufig, dass wir „zusammen mit unserer hauptamtlichen Wache“ alarmiert wurden. Was ist das überhaupt? Und hat Erftstadt nicht eigentlich eine Berufsfeuerwehr?
In diesem Beitrag versuchen wir, den Aufbau der Feuerwehr Erftstadt als „Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften“ darzustellen.

Freiwillige oder Berufsfeuerwehr – was für eine Feuerwehr hat Erftstadt eigentlich?

Welche „Arten von Feuerwehren“ es gibt, ist in NRW im Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) definiert. Laut diesem Gesetz wird im Bereich der öffentlichen Feuerwehren zwischen

  • Berufsfeuerwehren
  • Freiwilligen Feuerwehren und
  • Pflichtfeuerwehren

unterschieden. Während z.B. kreisfreie Städte Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren nebeneinander unterhalten, existieren in den kreisgebundenen Städten in der Regel ausschließlich Freiwillige Feuerwehren. Auch die Feuerwehr Erftstadt ist eine Freiwillige Feuerwehr. Das bedeutet, dass die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr auch bereits bei verhältnismäßig kleinen Schadenlagen von ehrenamtlichen Einsatzkräfte abhängig ist. Bei den meisten Feuerwehreinsätzen werden gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ehrenamtliche Feuerwehrleute eingesetzt, die sich in Ihrer Freizeit Aus- und Weiterbilden und neben ihrem Hauptberuf als Feuerwehrleute aktiv sind.

Was ist eine hauptamtliche Wache?

Um die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr zu erhöhen und insb. um die Eintreff- und Ausrückezeiten der Feuerwehrfahrzeuge zu reduzieren, müssen mittlere und große kreisangehörige Städte hauptamtliche Einsatzkräfte einstellen, die gemäß BHKG so wie bei den Berufsfeuerwehren zu Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes zu ernennen sind. Diese Einsatzkräfte halten sich in einer ständig besetzten Feuerwache im 24-Stunden Dienst auf und rücken bei einer Alarmierung unverzüglich aus, während die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zunächst die Wache oder das Gerätehaus aufsuchen müssen.

In Erftstadt werden im Einsatzdienst sechs Feuerwehrfunktionen dauerhaft durch hauptamtliche Einsatzkräfte besetzt. Die Kolleginnen und Kollegen der hauptamtlichen Wache besetzen ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) und die Drehleiter (DLK). Sie sind gemeinsam mit der Löschgruppe Liblar auf der Feuer- und Rettungswache in Liblar untergebracht. Darüber hinaus ist die Freiwillige Feuerwehr Erftstadt auch für den Rettungsdienst zuständig, weshalb neben angestellten Rettungsdienstmitarbeitenden auch Feuerwehrbeamte im Rettungsdienst eingesetzt werden. Da der Rettungsdienst aber ein anderes Tätigkeitsfeld ist, möchten wir dieses Thema nur am Rande erwähnen und uns an dieser Stelle vorrangig mit den Aufgaben der Feuerwehr beschäftigen. Des weiteren sind noch 5 Beamte im gehobenen Dienst bei der hauptamtlichen Wache beschäftigt, die im Tagdienst als Abteilungs- oder Amtsleitung sowie im Einsatzführungsdienst arbeiten.

Die hauptamtlichen Einsatzkräfte arbeiten an der Einsatzstelle mit den gleichzeitig über Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmierten ehrenamtlichen Einsatzkräfte eng zusammen. Dabei gibt es keine Unterschiede in den durchgeführten Tätigkeiten. Alle Feuerwehrleute sind für das gleiche Einsatzspektrum und die gleichen Tätigkeiten ausgebildet, mit der gleichen Ausrüstung auf den Fahrzeugen und mit der gleichen Schutzkleidung ausgestattet. Haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte erledigen an den Einsatzstellen die gleichen Aufgaben und arbeiten als Team eng zusammen. Die hauptamtliche Wache ist in Erftstadt genauso eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr, wie es die anderen in den jeweiligen Ortsteilen untergebrachten ehrenamtlichen Einheiten auch sind.

Einsatzleitung und Leitung der Feuerwehr

Eine Besonderheit bei einer Freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften ist, dass die Leitung der Feuerwehr eine ehrenamtliche Aufgabe ist. Der Stadtrat ernennt ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr nach Anhörung der Mitglieder für einen Zeitraum von sechs Jahren zum Leiter bzw. Leiterin der Feuerwehr. In Erftstadt ist nach der letzten Anhörung der Leiter der hauptamtlichen Wache auch zum Gesamtleiter der Feuerwehr ernannt worden, was aufgrund der fachlichen Nähe und der beruflichen Tätigkeit naheliegend ist. Gleichzeitig ist unser Leiter der Feuerwehr auch ehrenamtlich Mitglied der Löschgruppe Kierdorf und steht damit auch außerhalb seiner Arbeitszeit ehrenamtlich für Einsätze zur Verfügung. Grundsätzlich kann aber auch eine rein ehrenamtliche Einsatzkraft die Gesamtleitung der Feuerwehr übernehmen, was es in Erftstadt in der jüngeren Vergangenheit auch mehrere Jahre gegeben hat.

Auch im Einsatzführungsdienst wird zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften kein Unterschied gemacht. In Erftstadt gibt es eine EVD-Gruppe (Einsatzleiter vom Dienst), die sowohl aus ehrenamtlichen als auch aus hauptamtlichen Führungskräften besteht. Je nach Dienstplan ist also ein ehrenamtliches oder ein hauptamtliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Einsatzleiter vor Ort.

Der Einsatzleiter vom Dienst (EVD) rückt mit einem eigenen Führungsfahrzeug (Kommandowagen [KDOW]) an die Einsatzstelle aus und übernimmt vor Ort die Gesamteinsatzleitung. In dieser Funktion werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliche Feuerwehrleute eingesetzt.

Bis zum Eintreffen des EVD agiert der ersteintreffende Gruppenführer als Einsatzleiter – auch hier ist es unerheblich, ob haupt- oder ehrenamtlich – es geht aufgrund des Erkundungsvorsprungs allein um die Frage des ersten Eintreffens.

Fazit

Die Stadt Erftstadt verfügt über keine Berufsfeuerwehr, sondern eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Einsatzkräften. Sie besteht aus insgesamt 14 gleichberechtigen Einheiten – 13 ehrenamtlichen Löschgruppen und einer hauptamtlichen Wache – die im Einsatz Hand in Hand zusammenarbeiten.

Durch diese Struktur können schnelle Ausrückezeiten gewährleistet und gleichzeitig hohe Personalkosten vermieden werden. Dies ist ideal für Städte, in denen es nicht täglich zu größeren Einsätzen kommt. Da sich die Einsatzkräfte kennen und an den Einsatzstellen entsprechend effektiv zusammenarbeiten, wird mit dieser Taktik eine hervorragende Leistungsstärke in kürzester Zeit an die Einsatzstellen verbracht und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt somit ein hohes Sicherheitsniveau im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr garantiert.

Damit dies funktioniert, ist die Feuerwehr Erftstadt aber auch langfristig auf ehrenamtliche Kräfte zwingend angewiesen. Bei bis zu 120 Alarmierungen pro Jahr in einigen Einheiten wird deutlich, dass Erftstadt dringend auf Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist, die sich bei der Feuerwehr engagieren. Mitmachen ist in jeder Löschgruppe möglich – sprechen Sie uns gerne an, wir stellen den Kontakt her.

Maschinistenausbildung an der Erft

Da die Inzidenzen im Rhein-Erft-Kreis niedrig sind, können unter Berücksichtigung der Hygieneanforderungen wieder praktische Übungsdienste durchgeführt werden. Am Montag haben wir uns intensiv mit unseren Pumpen auseinander gesetzt und die Bedienung sowie die Einsatzgrenzen besprochen und praktisch umgesetzt.

Feuerwehr während Corona

Wie alle Bereiche wurde auch das Feuerwehrwesen durch die Corona-Pandemie komplett verändert. In unserem ersten Beitrag möchten wir erklären, wie Feuerwehr während der Corona-Krise funktioniert und wie unsere Einsatzkräfte vor einer Infektion geschützt werden.

Übungsdienst unter den Bedingungen der Corona-Pandemie

Regelmäßige Übungsdienste sind wichtig, damit die Handgriffe im Notfall sitzen. Normalerweise treffen wir uns jeden Montag zum Übungsdienst – man wird es sich aber wahrscheinlich denken können: Übungsdienste, so wie sie vor Corona durchgeführt wurden, sind derzeit kaum vorstellbar. Die Feuerwehr Erftstadt hat in ihrem Sicherheitskonzept immer die Vorgaben und Empfehlungen der Unfallkasse NRW und des Landesfeuerwehrverbandes berücksichtigt und sämtliche Konzepte mit dem Ordnungsamt und dem regelmäßig tagendem Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Erftstadt abgestimmt.

Nachdem bereits in der ersten Welle starke Einschränkungen im Übungsdienst erforderlich waren, konnte im Sommer 2020 unter gut kalkulierbaren Hygienebedingungen auch praktisch geübt werden. Der Rhythmus der Dienste wurde auf 14 Tage angehoben, damit im Falle einer möglichen Infektion keine Weiterübertragung beim nächsten Dienst stattfinden kann. Die Übungen wurden zusätzlich ausschließlich im Freien durchgeführt, da auch damals schon bekannt war, dass die Gefahr in Innenräumen erheblich höher ist. Ein weiterer Sicherheitsfaktor zum Erhalt der Leistungsfähigkeit war, dass ausschließlich innerhalb der jeweiligen Einheiten geübt wurde, sodass im Falle einer notwendigen Quarantäne auch nur einzelnen Einheiten temporär ausgefallen wären. Gleichzeitig waren die Handhygiene (ordentliches Händewaschen oder Desinfizieren) und das Tragen von medizinischen Masken sowie das Einhalten des Mindestabstandes wo möglich wichtige Grundvoraussetzungen für den sicheren Übungsdienst.

Übung im Corona-Sommer 2020 – Draußen, Maske, Abstand (wenn möglich)

Aufgrund der geringen Inzidenz im letzten Sommer und der hohen Disziplin innerhalb der Feuerwehr kam es glücklicherweise weder zu Infektionen noch zu Ansteckungen innerhalb der Feuerwehr Erftstadt. Trotzdem musste zu Beginn der zweiten Welle im Herbst der praktische Übungsdienst eingestellt werden. Die Gefahren der neuen Mutationen mit höherer Ansteckungsgefahr sowie die deutlich angestiegene Inzidenz lassen hier leider keine andere Entscheidung zu.

Übungsdienste über Videokonferenz

Doch auch, wenn praktische Übungsdienste derzeit nicht möglich sind, arbeiten die Mitglieder der Feuerwehr auch in der zweiten und dritten Welle weiter an ihrer Aus- und Fortbildung. Statt der persönlichen Treffen werden wöchentlich digitale Übungsdienste über ein Videokonferenzsystem abgehalten. Durch die neuen Technologien wurden den ganzen Winter und Frühling über theoretische Grundlagen besprochen und damit eine fachliche Ausbildung auf einem hohem Niveau durchgeführt. Dies hilft vor allem auch dabei, einen stetigen Kontakt untereinander zu erhalten. Feuerwehr ist schließlich auch eine Gemeinschaft, die gegenseitig aufeinander achtet. Das Teamwork spielt bei uns eine besondere Rolle.

Bis auf weiteres werden vor Ort ausschließlich rein technische Dienste von einzelnen Feuerwehrleuten durchgeführt, mit denen die Einsatzbereitschaft unserer Fahrzeuge und der darin mitgeführten Technik gewährleistet wird.

Infektionsschutz während des Einsatzdienstes

Einsätze lassen sich leider nicht digital durchführen. Selbstverständlich rückt die Feuerwehr bei jedem Hilfeersuchen in voller Stärke gemäß der gültigen Alarm- und Ausrückeordnung aus, sodass jedem Bürger in einer Notlage professionell und schlagkräftig geholfen wird. Gewisse Zusammenkünfte und beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen lassen sich daher nicht völlig ausschließen.

Bereitstellung an einer Einsatzstelle: Alle (außer dem Maschinist, der den Funk besetzt) warten außerhalb des Fahrzeuges und halten mit FFP2-Maske den Mindestabstand ein

Natürlich schützen sich die Feuerwehrleute bei jedem Zusammentreffen vor Infektionen, insbesondere durch die folgenden Maßnahmen:

  • Masken:
    Während der gesamten dienstlichen Tätigkeit wird jederzeit eine Maske vom Standard FFP2 (ohne Ausatemventil) getragen. Die Maske wird beim Betreten der Feuerwache angelegt und erst nach dem Einsatz wieder abgelegt.
  • Handhygiene:
    Vor dem Betreten der Wache desinfizieren sich die Einsatzkräfte ihre Hände. Dies geschieht auch in regelmäßigen Abständen an der Einsatzstelle an den Hygieneboxen, die auf den Fahrzeugen verlastet sind, sowie nach dem Einsatz.
  • Reduzierung der Fahrzeugbesatzung:
    Die Fahrzeuge werden gemäß Empfehlung des Bundesfeuerwehrarztes nicht voll besetzt: Statt einer Gruppe (9 Personen) rücken unsere Löschgruppenfahrzeuge derzeit maximal mit einer Staffel (6 Personen) aus. So kann während der Fahrt mehr Abstand gehalten werden. Während der Fahrt wird außerdem wenn immer möglich ein Fenster geöffnet, sodass gute Lüftungsbedingungen herrschen. Dementsprechend rücken teilweise mehr Fahrzeuge aus, damit das erforderliche Personal an die Einsatzstelle verbracht werden kann.
  • Verlassen der Fahrzeuge:
    An der Einsatzstelle wird das Fahrzeug schnellstmöglich verlassen, da die Infektionsgefahr im Freien deutlich geringer ist. Die Feuerwehrleute halten an der Einsatzstelle wenn immer möglich den Mindestabstand ein. Den Befehl zum Absitzen erteilt allerdings nach wie vor der Gruppenführer, der die Sicherheit seiner Mannschaft schlussendlich verantwortet. Auf der Autobahn muss beispielsweise der fließende Verkehr berücksichtigt werden. Außerdem muss ein Aufenthaltsort in der Nähe zum Fahrzeug definiert werden, damit eine Lageeinweisung und ein Einsatzbefehl schnell an die gesamte Mannschaft erteilt werden kann. Die Maßnahme mit dem Aussteigen sieht zwar einfach aus, aber die widerspricht eigentlich der grundsätzlichen Taktik, weil es die Kommunikation erschwert und durch das Absitzen schnell Unordnung an der Einsatzstelle entstehen kann. Vor allem, wenn viele Einsatzkräfte vor Ort sind, muss der Gruppenführer schnell erkennen, welche Kräfte welches Fahrzeug besetzen. Deswegen ist gerade eine hohe Disziplin von allen Einsatzkräften erforderlich.

Dienstbesprechungen

Natürlich sind persönliche Besprechungen mit Anwesenheit derzeit nicht möglich. Sämtliche Dienstbesprechungen werden seit Beginn der Pandemie über Videokonferenzen durchgeführt.

Soziales Miteinander / Vereinsleben

Eine Feuerwehr ist natürlich nicht nur eine Hilforganisation, sondern auch ein soziales Konstrukt. Nach der Übung wird normalerweise nochmal miteinander gesprochen und bei uns häufig etwas zu essen bestellt. Nach Einsätzen findet häufig auch noch einmal eine Nachbesprechung statt. Und nicht zuletzt unternehmen wir auch gemeinsam einige Ausflüge und Touren, besuchen andere Feuerwehren auf ihren Feuerwehrfesten oder unternehmen etwas gemeinsam.

Ein Bild aus Zeiten vor der Pandemie: Gemeinsame Teilnahme am Citylauf 2019

Insbesondere dieser Punkt ist von der Pandemie am stärksten betroffen. Wir verzichten seit März 2020 auf sämtliche verzichtbaren Zusammenkünfte. Auch nach den wenigen praktischen Übungen im Sommer 2020 war es leider nicht möglich, in unseren Aufenthaltsräumen gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen. Stiftungsfeste und Feuerwehrtouren waren seit Pandemieausbruch leider auch nicht denkbar. Auch den Weihnachtsbaumverkauf unserer Jugendfeuerwehr mussten wir leider absagen.

Wir versuchen den Kontakt über den digitalen Übungsdienst zu halten. Aber das ist natürlich nicht das gleiche. Der persönliche Austausch fehlt uns sehr. So wie in jedem Bereich freuen wir uns darauf, dass Zusammenkünfte hoffentlich bald wieder möglich werden.

Straßenbenennung nach im Einsatz verstorbenen Liblarer Feuerwehrmännern

Dem Vorschlag unseres Ortsbürgermeister Martin Kolbe folgend liegt ein Beschlussentwurf vor, nach dem die Straße im Neubaugebiet zwischen Brühler Straße / Carl-Schurz-Straße / Max-Planck-Straße den Namen Jauck-Zimmer-Straße tragen soll.

Ehrengrab der Stadt Erftstadt für die beiden im Einsatz verstorbenen Feuerwehrleute auf dem Friedhof in Liblar

Die beiden Liblarer Feuerwehrleute Friedrich Jauck und Dieter Zimmer sind 1981 im Einsatz als ehrenamtliche Feuerwehrmänner ums Leben gekommen, als sie zu einer Menschenrettung unter schwerem Atemschutz in eine brennende Lagerhalle in der Max-Planck-Straße eingedrungen sind. Die Lagerhalle stürzte im Verlauf des Einsatzes ein und begrub unsere beiden Mitglieder unter sich.

Der Vorgang kann <<<hier>>> nachverfolgt werden. Die Familien der verstorbenen sind mit der Benennung der Straße einverstanden. Auch wir freuen uns über diese Geste der Wertschätzung.